Mein Name lautet Artur Kazakova ich bin 23 Jahre alt und bin am 01.02.2000 geboren. Ich komme aus der Region Amur an der russischen Grenze zu China. Meine Eltern waren verarmte Bauern, die sich von Jahr zu Jahr kämpften. Alle 4 Wochen kam der Verwalter Vitali unserer Gemeinde und forderte seinen Tribut, sodass am Ende wenig bis gar nichts für uns überblieb. Das Leben war der blanke Horror Abend hungrig ins Bett und morgen erschöpft und depressiv aufwachen. Tag für Tag Arbeit auf dem Feld und leiden sobald die Arbeit verrichtet war.
Am 21. Dezember 2016 war Vitali wie jeden Monat auf unserem Hof, doch wir konnten nicht zahlen, der kalte Winter hatte dafür gesorgt, dass wir unser Erspartes für Heizöl ausgeben mussten. Vitali nahm meinen Vater zur Seite und versicherte ihm, dass es kein Problem sei und jeder mal Einbußen machen muss. Sie kamen wieder zum Rest von uns, doch plötzlich schlug er meinen Vater zu Boden und befahl seinen Handlangern mich mitzunehmen.
Nun begann die womöglich schlimmste Zeit meines Lebens, Vitali zwang mich auf seinem Hof in 16 Stunden Schichten zu arbeiten, ich war ein Sklave, der seiner eisernen Hand ausgeliefert war. Wenn ich eine Pause brauchte oder vor Erschöpfung umfiel, bekam ich seinen Jähzorn und seinen Hass mir gegenüber zu spüren. Es wurde zu einer Art Routine, nach der Arbeit von ihm geprügelt zu werden.
Mit der Zeit kamen immer mehr junge Männer auf den Hof, dessen Familien die stetig steigenden Anforderungen Vitalis nicht mehr zahlen konnten und so wurden auch unsere Schlafquartiere immer überfüllter. Ich kam zwar nicht mit jedem klar, aber der Schmerz und die Qual von Vitali schweißte die meisten von uns eng zusammen. Uns war allen klar, dass es so nicht weitergehen kann und somit begonnen wir einen Plan zu schmieden um uns zu retten und wieder ein normales Leben zu führen.
Ich fing an, mich als nützlich für Vitali darzustellen, indem ihm gezielt falsche Informationen über interne Intrigen zu füttern. Er erkannte mich als eine Chance, seine “Sklaven” besser zu kontrollieren. Ich gewann sein vertrauen und wenig später nahm er mich in seinen engeren Kreis auf und ließ mich an vertraulichen Informationen teilhaben.
In Kooperation mit den anderen Jungen inszenierten wir einen Aufstand unter den Sklaven, welchen ich mit Geschick niederschlagen konnte. Vitali war entzückt, endlich jemanden gefunden zu haben, der seiner würdig ist. Dies dachte er zumindest.
Er fing an, mich zur Ausbeutung Familien meiner alten Gemeinde mit zu nehmen.
Ich hielt den Schein der Loyalität am Leben, bis sich mir Chancen boten, ihn zu sabotieren.
An einem warmen Sommerabend nahm er mich mit zum Marktplatz, um eine Familie öffentlich zu bestrafen, das ganze Dorf war anwesend, unter ihnen auch einige Anhänger der Serpents Hand. Während Vitali seine Ansprache vor der Gemeinde hielt, nutze ich die Gunst der Stunde, um mir ein Messer aus seinem “Folterkoffer” zu greifen und ihn zu attackieren. Ich sprang auf ihn und riss ihn zu Boden, die Menge, die vorher noch erwartungsvoll seinen Worten lauschte, floh in Panik. Händeringend gewann ich schlussendlich die Oberhand und platzierte mich auf seiner Brust. Ich sah ihm in die Augen und fragte ihn, ob er bereit sei für das, was jetzt kommt. Noch während er versuchte, das erste Wort herauszubekommen, schnitt ich ihm die Kehle durch. Der Geruch von Blut, die Panik in seinen Augen und die kläglichen Versuche, Luft zu bekommen, erfüllten mich mit Euphorie nach Jahren der Folter, etlichen Peitschenhieben und Jahren als Sklave hatte ich endlich die Rache, die ich verdient hatte. Der Moment war fast magisch das Gefühl von warmer Sommerluft auf meiner Haut, der schweiß auf meinen Armen, ein leichter kühlender Windzug, ich fühlte mich so lebendig wie noch nie zuvor in meinem Leben.
Ich guckte zu der mittlerweile fast völlig verschwundenen Meute aus Dorfbewohnern und bemerkte, wie mich 2 besonders in Auge geschlossen haben, es waren die Mitglieder der Serpents Hand. Sie kamen auf mich zu und fragten mich, was da grade passiert sei, ich erzählte ihnen von den Jahren der Tortur auf Vitalis Hof und dem langen Plan, ihn endlich zu vernichten. Sie sahen den Ausdruck in meinem Gesicht und vergewisserten mir, wenn ich ihnen folge, würde ich nie wieder leiden.
Sie spürten förmlich die Willenskraft die ich abgab und boten mir einen Weg, meinen Worten endlich Gewicht und Ausdruck zu geben.