Sehr geehrter Herr Poroschenko,
vielen Dank für Ihre offene Rückmeldung.
Zunächst möchten ich klarstellen, dass es nicht Ziel der Anweisung ist, sinnvolle Vorschläge zur Verbesserung des Arbeitsklimas o.Ä. zu unterbinden oder Engagement innerhalb der Foundation pauschal zu sanktionieren. Im Gegenteil, Konstruktive Ansätze zur Verbesserung des Foundationalltags sind erwünscht.
Der Kernpunkt der Anweisung richtet sich jedoch nicht gegen Inhalte, sondern gegen die Form der Organisation.
Die Bildung gewerkschaftsähnlicher Strukturen, unabhängig von ihrer Intention, birgt innerhalb unserer Hierarchie Risiken, die über den offensichtlichen Zweck hinausgehen. Historisch betrachtet haben sich derartige Zusammenschlüsse häufig von ihrem ursprünglichen Anliegen entfernt und "Parallelstrukturen" geschaffen, die die Hierarchien untergraben oder Entscheidungswege verzerren.
Sie sprechen den sogenannten Streisand-Effekt an. Ein valider Punkt. Dennoch liegt es in unserer Verantwortung, klare Grenzen zu definieren, bevor sich Grauzonen etablieren, die später schwer kontrollierbar sind.
Bezüglich des angesprochenen Dokuments, dass das Ziel eine Verbesserung des Arbeitsklimas war, wird nicht ins schlechte gestellt. Allerdings existieren bereits etablierte Wege, über die solche Vorschläge eingebracht werden können. Etwa über Fraktionsleitungen, Offiziere oder auch vielen Ethikkommissaren und auch Site Direktoren. Diese Strukturen stellen sicher, dass diese geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden, ohne dabei die Hierarchie zu verzerren.
Abschließend möchte ich betonen:
Es geht nicht darum, Engagement zu unterdrücken, sondern darum, dieses in geordneten, kontrollierbaren Bahnen zu halten.
Wir erwarten daher weiterhin, dass Ihre Fraktion die Mitglieder entsprechend sensibilisiert. Nicht gegen Verbesserungen, sondern gegen unkoordinierte strukturelle Zusammenschlüsse.
Mit nächtlichen Grüßen
Director Watchman