Du bist (uns) wichtig

  • Das Leben, und alles um uns herum, verändert sich in einem nie dagewesenen, rasanten Tempo.

    Gerade in den letzten Jahren haben wir lernen müssen, dass nichts, was wir schätzen selbstverständlich ist.


    Wir, als Community, sind uns vollends bewusst, dass wie für viele von euch mehr als nur eben das sind.

    Das wir mehr als „nur eine Community“ sind. Das man bei uns mehr macht, als ein paar Videospiele zuspielen.

    Dementsprechend ist es uns wichtig, euch, als unsere Mitglieder, auch anders zu behandeln, als bloße „Spieler“.

    Es war für mich deshalb auch sehr wichtig, diesen Beitrag nicht als bloße Inhaltsseite oder als System zu verfassen.

    Jeder ist gleich

    Was auf den ersten Blick leicht beleidigend wirkt, ist gleichzeitig der wohl wichtigste Grundsatz.

    Egal wer du bist, was du magst, wie du aussiehst, wie du heißt, woher du kommst oder was dich bewegt:
    Du wirst hier akzeptiert - undzwar für das, was du bist, und genau so behandelt, wie jedes andere Mitglied auch.


    Natürlich sind alle Mitglieder nur menschlich und würden im Zweifelsfall ihren Freunden mehr vertrauen.

    Doch um Vertrauen geht es gar nicht so sehr, sondern viel mehr darum, eine Person nicht auf etwas zu reduzieren.

    Am einfachsten folgt man diesem Grundsatz, in dem man jeden so bewertet, als wüsste man nichts über diese Person.
    (Das bezieht sich natürlich rein auf für den Spielverlauf unerhebliche Informationen und nicht auf Regelbrüche o. A.)

    Niemand ist allein

    Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist die Community für viele mehr, als nur ein Zeitvertreib.

    Möglicherweise erfährst du gerade eine schwierige Phase, hast viel Langeweile oder viel Freizeit.
    Ungeachtet der Ursache, sollte dir bewusst sein, dass du mit deiner Situation nicht alleine dastehst


    Gleichermaßen solltest du genau daran denken, wenn du mit anderen Mitgliedern interagierst.
    Wann hast du das letzte mal darüber nachgedacht, wie es deinem Gegenüber gerade geht?

    Wann hast du das letzte mal Interesse daran gezeigt, ebendieses in Erfahrung zu bringen?


    Anschluss finden - das ist nicht immer einfach für Neueinsteiger.

    Man muss gewollt sein, den ersten Schritt, z.B. einen Anstupser im TeamSpeak, zu tätigen.

    Man muss aber auch offen sein, mit neuen, unbekannten Spielern in (näheren) Kontakt zu treten.

    Denk' darüber nach, wenn du das nächste Mal genervt darauf reagierst, dass jemand deinen Channel betritt.

    Einiges muss gesagt werden...

    Manchmal beschäftigt dich eine Sache so sehr, dass du den Drang verspürst, diese einer Person zu erzählen.

    Das ist selbstverständlich völlig normal und in den meisten Fällen auch eine gute Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen.

    Du solltest aber darauf achten, wem du etwas anvertraust - nicht jede Person wird dein Geheimnis hüten.

    Zusätzlich solltest du darauf achten, was du jemandem anvertraust - nicht jede Information ist nennenswert.


    Vor allem bei Informationen, die dazu führen können, dass man dich als Außenseiter betrachtet, solltest du vorsichtig sein.

    Natürlich geloben wir, den freundlichen Umgang stets zu wahren und das Bloßstellen oder gar Mobbing zu unterbinden.

    Oftmals ist zu diesem Zeitpunkt aber ein irreparabler Schaden entstanden - denn das Vergessen kann man nicht erzwingen.


    Überlege dir deshalb immer zwei mal, was du von dir erzählst. Denn im Endeffekt, ist es für das Miteinander unerheblich!

    ... aber nicht alles muss gehört werden

    Es kann auch dazu kommen, dass dir etwas anvertraut wird - und du nicht weißt, wie du damit umgehen sollst.

    Auch das ist völlig normal und kein Fehler deinerseits. Alle Menschen, Geschmäcker und Vorlieben sind verschieden.

    Genauso ist es in Ordnung, deinem Gegenüber zu sagen, dass du eine bestimmte Sache nicht hören möchtest bzw. kannst.

    Das hat nichts damit zu tun, dass du schwach bist, es dir egal ist oder es schlimm findest - und sollte auch nicht so gesehen werden.


    Es sollte für dich also auch kein großes Problem sein, wenn dir dein Gegenüber einmal genau so begegnet.

    Ratschläge können auch schaden

    Viele, denen ein Problem beschrieben wird, wollen ihrem Gegenüber helfen. Das ist auch gut so.

    Allerdings sollte man immer ehrlich zu sich sein und nur innerhalb seiner eigenen Kompetenzen Ratschläge geben.

    Wenn du keine Möglichkeit siehst, dass Problem deines Gegenübers zu lösen, heißt das jedoch nicht, dass du nicht helfen kannst.


    Zuhören, deine Meinung kundtun, bestätigend antworten - all das kann helfen.

    Irgendetwas vermeindlich gut gemeintes zu empfehlen, kann aber verheerend sein.


    Probleme und Situationen sind nicht wie mathematische Gleichungen.

    Jeder reagiert und ist individuell und wird seinen richtigen Weg finden müssen.

    Bezugspersonen

    Manchmal kann es auch hier schwierig sein, überhaupt jemanden zu finden, mit dem man reden kann.

    Eine Bezugsperson muss (glücklicherweise) nicht immer jemand sein, den man schon lange oder gut kennt.

    Die Anonymität des Internets ermöglicht es, auch mit dir Unbekannten offen (aber diskret!) zu reden bzw. zu schreiben.

    Solltest du jemanden entdeckt haben, dem du dich (egal warum) anvertrauen möchtest, zögere nicht, dies auch zu tun.

    Du bist so wie du bist

    Oftmals liest man hier in Bewerbungen Sätze wie „ich hab mich verändert“ oder „mein Verhalten hat sich“ gebessert.

    In vielerlei Hinsicht ist es aber auch wichtig, sich nicht zu verändern; vor allem, wenn man das eigentlich nicht möchte.

    Damit wir uns verstehen: Es ist kein Charakterzug, Regeln zu missachten oder gar andere Mitglieder zu beleidigen.

    Es ist aber völlig in Ordnung, wenn du „etwas albern“, „ein wenig unreif“, oder sonst etwas bist. Denn so bist du.


    Das soll nicht heißen, dass charakterliche Entwicklungen nicht wünschenswert oder nicht gut sind.

    Es soll vielmehr verdeutlichen, dass diese nur dann positiv sind, wenn du selbst von ihnen überzeugt bist.

    Verbieg' dich und deine Art nicht wegen etwas, was andere über dich erzählen oder was sie denken könnten.

    »Es ist ja nur Internet«

    Egal von wem - und in welchem Kontext, ab und zu vernimmt man Phrasen, die dieser Überschrift stark ähneln.

    Meist wird damit der Verlust einer Position oder die Leichtfertigkeit mit dem Umgang unserer Regeln gerechtfertigt.


    Und es ist in Ordnung, wenn man Modern Gaming bzw. die Server lediglich als Zeitvertreib „im Internet“ betrachtet.

    Allerdings ist es gleichermaßen in Ordnung, wenn man hier viel - oder gar den Großteil seiner Freizeit verbringt.

    Es ist nämlich deine Zeit und deine Entscheidung, was du mit dieser Zeit anfangen möchtest.


    Das heißt natürlich nicht, dass wir es gutheißen, wenn du deine privaten Pflichten und Aufgaben vernachlässigst.

    Denn diese sind nicht Teil deiner Freizeit. Innerhalb dieser solltest du dir aber von niemandem Vorschriften machen lassen.

    Und das schon gar nicht, von Spielern oder Mitgliedern, die ihre Zeit hier genau so, nur in einem anderen Maße verbringen.


    Denn was Spaß macht, kann niemals eine Zeitverschwendung sein!

    Über »cringe, simp und white knight«

    Diese Begriffe dürften jedem geläufig sein. Und sie haben ihre Berechtigung, wenn sie gezielt verwendet werden.

    Mittlerweile ist der Diskurs diesbezüglich jedoch soweit abgedriftet, dass sie wahllos und zu unrecht verwendet werden.


    Das Problem dabei ist nicht, dass es schlimm ist, Begriffe falsch zu verwenden.

    Das Problem ist, dass diese trotz unverhältnismäßiger Verwendung trotzdem Zuspruch erhalten.

    In seltenen Fällen führt das dazu, dass falsches Verhalten gefördert - und richtiges Verhalten verhindert wird.


    Manch einer mag auch denken, dass dieser Beitrag „cringe“ ist.

    Und wisst ihr was, vielleicht ist er das. Aber hey, ist ja nur Internet.

  • syntek

    Hat das Thema geschlossen.