Am 16.03.1995 erblickte ich das Licht der Welt in einem kleinen Vorort von Pasadena in Kalifornien. Ich wuchs in sehr guten Verhältnissen als Sohn des renommierten schweizer Bioinformatikers Jerome Wobberson und der deutschen Biotechnologin Simone Wobberson auf. Meine Eltern lernten sich im Studium an der Universität Zürich kennen, da sie eine gemeinsame Schnittmenge von Vorlesungen teilten. Beide absolvierten erfolgreich ihr Studium und erhielten das Angebot, gemeinsam bei einem Großkonzern in Kalifornien zu forschen, bei dem auch das Gehalt sehr vielversprechend war. Sie zogen gemeinsam um und arbeiteten einige Jahre, bis sie das Gefühl hatten, sie wären bereit, eine Familie zu gründen.
Ein Jahr später kam ich zur Welt und wurde bestens umsorgt. Ich hatte alles, was ich mir wünschte, jedoch wurde ich auch stark von meinen Eltern gefördert, damit ich eines Tages genauso erfolgreich mit beiden Beinen im Leben stehen konnte wie sie. Für sie kam es zeitlich nicht in Frage, ein zweites Kind zu haben, weshalb ich alleine aufwuchs. Durch die frühe Förderung, die ich von beiden erhielt, war die Schule für mich ein Kinderspiel. Ich war meinen Mitschülern meilenweit voraus und schnitt jedes Jahr als Klassenbester ab. Ich hatte jedoch auch viel Spaß beim Erlernen neuer Themen und falls ich diese beherrschte, übte ich auch regelmäßig, sodass mir alles geläufig blieb. Ich schloss die High School als Jahrgangsbester ab und war plötzlich etwas ratlos, was ich denn nun studieren sollte, denn ich fand an allem Gefallen.
Ich setzte mich eines Abends mit meinen Eltern zusammen und sprach mein Problem, dass ich mich nicht entscheiden könne, wie ich denn nun fortfahren solle, an. Sie erzählten mir, dass es sie stolz machen würde, wenn ich in ihre Fußstapfen trete und auch in Richtung der Wissenschaft gehe. Im Endeffekt habe ich gewürfelt und entschied mich für die Biologie, in der die beiden auch tätig sind. Nachdem ich das Grundstudium makellos abgeschlossen hatte, spezialisierte ich mich in Richtung der Meeresbiologie, da der Ozean ein viel größeres Ökosystem und Tierreich birgt, als es das Land je zu haben vermag. Eines Tages sollten wir Proben von Organismen, die wir erhalten haben, untersuchen und einer Spezies zuordnen.
Ich nahm mich der Aufgabe an, sezierte jedes Stück vorsichtig, untersuchte den Aufbau des Gewebes und der Zellen und notierte alles in meinem Notizbuch. Schließlich erhielt ich ein sehr kleines Stück eines mir nicht bekannten Gewebes, welches luftdicht in einem Becher mit Trocknungsmittel verschlossen war. Der Becher trug die Aufschrift: "Handeln Sie schnell, Sie haben nicht viel Zeit.". Ich entfernte den Verschluss, legte die Probe sofort auf den Probenträger des Mikroskopes auf und notierte mir die Beobachtungen. Die Zellen waren von ungewöhnlichem Bau und das Gewebe sah auch anders aus, als ich es sonst von Organismen kannte, selbst das breite Spektrum an außergewöhnlichem Gewebe, welches in der Tiefseewelt zu finden ist, kam nicht an das ran, was ich sah. Plötzlich begann sich das Stück Gewebe zu bewegen, jedoch traten zwei Männer im Anzug ein und brachten das Stück Gewebe zurück in den Becher und verschlossen diesen wieder luftdicht. Ich sah nur noch, wie der Probenträger des Mikroskopes von einer Flüssigkeit zersetzt wurde.
"Guten Tag, Herr Wobberson.", hörte ich eine Stimme hinter mir sagen. "Mein Name ist Dr. Fisher, schön, dass ich Sie kennenlernen darf. Zeigen Sie mal ihre Beobachtungen.", sagt er, während er immer näher kam und sich mein Notizbuch nahm. "Sehr interessant, in der kurzen Zeit konnten Sie ja viel beobachten und es deckt sich komplett mit unseren bisherigen Entdeckungen. Sagen Sie mal, was glauben Sie, was das für ein Ding war?", fragte er mich. Ich erwiderte: "Naja, es hat keine mir bekannten Strukturen und die Zellen waren sehr seltsam aufgebaut, fast schon ano...". "Anomal?", unterbrach er mich. "Haha, genau das ist Teil auch. Widerlich, was es alles anrichten kann. Sagen Sie mal, hätten Sie denn Interesse, solch anomalen Strukturen hauptberuflich zu untersuchen? Wenn nicht, werden sie die zwei jungen Herren hier kurz mitnehmen, Ihre Erinnerungen an dieses Treffen löschen und sie führen ihr jämmerliches Leben weiter oder ich nehme Sie mit in eine neue Welt, voller atemberaubender Dinge. Sie sehen auch so aus, als könnten Sie etwas Action vertragen.", sagte er mir. Ich dachte zunächst, ein Durchgeknallter aus der Irrenanstalt hätte Freilauf mit seinen Bodyguards für einen Tag, aber er schien mir ein Wissenschaftler zu sein, zumindest deutete seine Kleidung und seine Ausstattung darauf hin. Ich sagte: "Wissen Sie was? Nehmen Sie mich mit, wer nicht wagt, der nicht gewinnt". "Alles klar, packen Sie Ihre Sachen, in einer Stunde holen wir sie aus ihrem Zimmer ab und dann machen Sie etwas Sinnvolles, anstatt... naja das hier.", antwortete Dr. Fisher mir.
Danach habe ich keine Erinnerungen mehr, bis zu dem Punkt, an dem ich in einem Zimmer, welches nur ein Bett beinhaltete, aufwachte. Nachdem ich wieder langsam zu mir kam und meine Sinne nicht mehr betäubt waren, trat schon Dr. Fisher ein und sagte: "So, Herr Wobberson, Sie sind nun ein Wissenschaftler der Foundation. Sie müssen sich erstmal etwas durch die Schule hier quälen, aber das kriegen sie ja locker hin. Dort lernen Sie, was die Foundation überhaupt ist und was ihr Aufgabengebiet ist. Es gibt sehr vieles zu entdecken und erforschen, dabei könnten wir gute Männer wie gebrauchen.". Er drückte mir einen Stundenplan in die Hand, führte mich etwas rum und ließ mich anschließend allein.
Nach dem Abschluss meiner Ausbildung begann ich meine Arbeit und widmete meine Forschung den SCPs. Ich musste leider mein Leben hinter mir lassen, um der Foundation zu dienen. Meinen Eltern wurde gesagt, ich sei im Labor ums Leben gekommen, da Blausäure aus einem Abzug ausgetreten ist und ich alleine im Labor war. Sie wären jedoch bestimmt stolz auf mich, wenn sie sehen würden, was ich nun mache.