Gibt es Formate der historischen Aufarbeitung, die nicht OK sind?

  • Guten Morgen liebe MG-Community,

    vor kurzem hatte ich eine Diskussion mit meinem Vater über verschiedenste Lieder von "Rammstein - Deutschland" bis hin zu "Sabaton - Final Solution", in diesen Liedern geht es ja unter anderem um den Holocaust, oder, im Jargon der Nazis ausgedrückt, die "Endlösung der Judenfrage". Mein Vater war der Meinung, dass dieses Format der historischen Aufarbeitung nicht OK und moralisch verwerflich sei, wirklich mehr Gründe hat er aber nicht genannt, ich war eben der Meinung, dass historische Aufarbeitung, solange diese nichts verherrlicht, wichtig und gut ist. Ich finde es jedoch auch ein wenig problematisch, wenn ich mir jetzt vorstelle wie ein Haufen Metalheads zu einem Song wie "Sabaton - Final Solution" headbangen und sich gar nicht bewusst sind was denn gerade gesungen wird, dennoch denke ich nicht, dass das die Schuld der Band ist.


    Wie steht ihr dazu, das würde mich sehr interessieren?

  • Leo Trotzki

    Hat den Titel des Themas von „Gibt es Formate der historischen Aufarbeitung die nicht OK sind?“ zu „Gibt es Formate der historischen Aufarbeitung, die nicht OK sind?“ geändert.
  • In my opinion sollte man nicht die Schandtaten der Vergangenheit vergessen, bzw. übergehen. Es durch Lieder oder sonstige Texte etc. aufzuarbeiten kommt dem richtigen Weg schon näher, muss aber richtig rübergebracht werden.

  • Ich bin der gleichen Meinung wie Wobba, dass man sowas nicht unbedingt in Vergessenheit geraten lassen sollte.


    Dennoch sollte sowas auch nicht unbedingt immer und immer wieder aufgespielt werden.

    Es reicht, wenn man weiß, dass sowas passiert ist, sowas sollte aber nicht und vorallem Heutzutage, nicht mehr mit

    in das Ansehen des Landes einfließen.

  • Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass die Öffentlichkeit sich stets bewusst ist, was durch politische Fehlentscheidungen passieren kann. Wir müssen aktiv daran arbeiten, dass der Faschismus und Antisemitismus nicht zurückkehrt.


    Bezüglich LinXiee Ich denke, dass das Ansehen von außen auf Deutschland nie weg sein wird. Das ist einfach so, das änder sich höchstens wenn man hier mal Urlaub macht und liebe Leute kennenlernt. Darum finde ich es gut, wenn es vor allem in einem so großem Rahmen wieder aufgearbeitet wird.


    Ich habe mir diese Woche einen Vortrag angehört, von einem Ausschwitzinsassen, der bei mir aus dem Dorf kam, was er erleben musste, ist schrecklich und darf nie wieder passieren.

  • Ich denke, dass das Ansehen von außen auf Deutschland nie weg sein wird.

    Ja!

    Freundschaft !!


    > Diese Almans, scheiß Faschos.

    > Jeden Tag peitsche ich mich selbst mehrmals aus, um buße zu tun und wiederhole die Phrase:

    > "Es tut mir leid, Herr Rosenzweig, was meine Vorfahren dir und deiner Familie angetan haben

    > Ich war zwar nicht dabei, aber als männlicher Nachfahre eines SS-Soldaten geht die Schuld auf mich über,
    ist ja selbstverständlich!"

    > Im nachhinein gehe ich meistens zu meinem örtlichen singen mit Flüchtlingen, leider ohne eben diese, aber es ist immer eine gute Chance, wieder einmal meine

    mittäter zu sehen

    > Gleich danach besuche ich eine Mittelschule in Meidling, 23 von 24 Schülern mit Migrationshintergrund, in jeder Klasse, in manchen 100%, wird schon gut sein

    > Nach einem harten Arbeitstag (ich engagiere mich freiwillig als Nachhilfelehrer in Deutschklassen), bin ich auf dem Weg in meine Staatlich geförderte

    Gemeindewohnung

    > Ich höre hinter mir plötzlich ein lautes "Bana paranı ver, anneni siktir et", villeicht möchte er mir einen freundlichen Gruß ausrichten?

    > Als ich ihm gerade etwas unseren schönen, sauberen gemeinschaftlichen Hof zeigen wollte, zieht er plötzlich ein Messer

    > Habe ich ihn etwa verärgert? Oh nein, ich versuche noch ihn mit verzweifelten Gestiken vom schlimmsten abzuhalten

    > Liege am Boden, verblutend, meine letzten Gedanken liegen bei all den nicht Deutschen Opfern des Ersten und Zweiten Weltkrieges und allen, die dem

    Preußischen Militarismus zum Opfer gefallen sind

    > Der verstörte Mitbürger bekommt zwei Sozialstunden, (welche er nicht ableistet)

    > Meine Eltern gründen eine Stiftung gegen Gewalt, mit welcher sie Flüchtlingsheime in Deutschland und Österreich unterstützen und der Linken Geld spenden, damit es den Faschos (74 Jahre nach Kriegsende) endlich an den Kragen geht!

  • Die Angst vor der Geschichte sollte nicht die Zukunft prägen.

    Nur die Lehre, die daraus gezogen werden konnte, ist wichtig.


    Dann kommt sowas zustande, dass auf einer Demo in Chemnitz ein Extremist:

    'Und deshalb müssen wir etwas tun, gegen dieses Scheißsystem, Scheißdeutschland'

    brüllen kann und massenhaft Zustimmung bekommt. Ist es trend, anti-rechts zu sein, wird man eben links.

    Absolut müll

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  • Joey

    Hat das Thema geschlossen.