Mein Name lautet Akame Mulanli, bin 1994 geboren und komme aus der japanischen Stadt Kobe. Ich bin die Tochter eines hohen Mitgliedes der Organisation und größten Gruppe der Yakuza, die Yamaguchi-gumi.
In meiner Kindheit habe ich rein gar nichts von den Machenschaften meiner Familie, bzw. von denen meines Vaters mitbekommen, da er mich aus allen “geschäftlichen” Angelegenheiten rausgehalten hat. Ich wuchs zwar in einer etwas kleineren Nachbarschaft auf, in der man eigentlich jedes Gesicht kannte, doch trotzdem ist mir nie etwas außergewöhnliches aufgefallen.
Man könnte vielleicht meinen, dass mein Vater aufgrund seines Postens mich “speziell” erzogen hätte oder ich eventuell keine richtige Kindheit gehabt hätte, doch dem war nicht so.
Mein Vater war immer für mich da, ich ging auf eine normale Mädchenschule und hatte auch viele Freunde. So sah es jedenfalls bis zu meinem 11. Lebensjahr aus.
Ab dann habe ich des Öfteren Besuche der örtlichen Polizei mitbekommen, welche glücklicherweise ohne weitere Probleme mit dem fahren der Polizisten endeten. Doch dies war nicht das einzige was sich änderte.
Mein Vater wirkte oft nervös, wurde strenger mir gegenüber und wir bekamen oft Besuch von Männern, die mir nicht bekannt waren, sie waren am ganzen Oberkörper tätowiert und einmal trug einer dieser Männer sogar eine Waffe bei sich. Die einzigen Sachen die ich mitbekommen habe, waren: “Sie sind uns auf der Spur….” und “Diese W*chser dürfen “Sie” nicht in die Finger bekommen…”.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir zum Teil viele Gedanken um die Worte meines Vaters und um die dieser Männer gemacht, doch mit der Zeit dachte ich mir: “Was soll schon groß passiert sein? Papa wird wahrscheinlich nur den Männern bei etwas geholfen haben oder so”, also ging ich weiterhin in die Schule, traf mich mit Freunden und lebte mein Leben wie zuvor.
Doch dann, 6 Jahre nach den ersten Vorfällen, sah ich es. Mein Vater kam mit zwei von den Männern, die bereits damals bei uns waren, durch die Tür und schickte mich sofort auf mein Zimmer, ich folgte seinen Anweisungen, war aber dennoch unglaublich neugierig.
Ich schlich mich schließlich 10 Minuten später runter in unser Wohnzimmer, doch dort war niemand. Ich schlich durch die gesamte Wohnung aber konnte niemand hören, geschweige sehen.
Nach ungefähr 10 weiteren Minuten suchen, entdeckte ich eine verdächtig aussehende Wölbung bei unserem Teppich in der Küche.
Ich schaute nach was es damit auf sich hat und bemerkte eine Tür, die in eine Art Keller führte.
Mir gingen Sachen durch den Kopf wie: “Haben die Typen meinem Vater etwas angetan..?!” oder “Wie lange gibt es schon diese Tür in unserem Küchenboden..?” Ich hatte zwar Angst dieser hinunter führende Treppe zu folgen, doch letzten Endes tat ich es, da meine Neugierde siegte.
Also folgte ich dem dunklen Gang der immer weiter ins Unbekannte führte, mir wurde mit jedem Schritt unwohler, doch ich ging weiter.
An der letzten Ecke des Ganges blieb ich stehen, da ich die Stimmen meines Vaters und der beiden Männer hörte, ich sah vorsichtig und langsam um die Ecke und erschrak.
Auf einem Stuhl saß ein Mann, blutend und teilweise verstümmelt, daneben waren mein Vater und die beiden anderen. Der Mann war bereits seinem Ende nah und trotzdem befragte ihn mein Vater und als er keine Antworten mehr geben konnte, tat er es.
Er nahm eine, auf einem kleinen Tisch liegende Machete und köpfte diesen Mann.
Als ich das sah, schrie ich kurz auf, doch hielt mir sofort den Mund zu. Ich ging vorsichtig zurück und zog mich in mein Zimmer zurück.
Am nächsten Tag kam mein Vater auf mich zu und sagte zu mir: “Du, Akame? Darf ich dich was fragen…?” “Ehm, na..natürlich, darfst du…”, antwortete ich. Mein Vater schaute zu Boden und fragte: “Liebling, wieso bist du gestern nicht in deinem Zimmer geblieben, was hast du alles gesehen?”. Ich zuckte zusammen und antwortete: “I..ich ha..ha..hab fast al..les gesehn, Papa…”
Mein Vater reagierte ganz anders als ich es erwartet habe, er nahm mich fest in den Arm und versicherte mir, dass alles gut werden würde und er nicht böse auf mich sei oder ähnliches, das tat er mit den Worten: “Pass auf, ich wollte dich zwar nicht in diesen jungen Jahren involvieren und dich über deine gesamte Herkunft informieren, doch nun bleibt mir nichts anderes übrig”.
Er klärte mich über meine Herkunft und die unserer Organisation auf, wer wir genau sind und, dass wir “hohe Tiere” bei den Yakuza sind. Außerdem erklärte er mir, wer diese Männer vom gestrigen Tage waren und aus welchem Grund er getan hat, was er getan hat.
Für die meisten Mädchen in meinem Alter wäre das wahrscheinlich ein Schock fürs Leben gewesen, doch ich verarbeitete es überraschend schnell und begriff ebenfalls so schnell, dass ich unbedingt mehr über die Yakuza, unsere Gruppierung und die Geschäfte meines Vaters wissen möchte.
In den folgenden Jahren wurde ich mehr und mehr ein Teil derer, die mir vor einigen Jahren noch als zwielichtig und unheimlich rüber kamen und wurde mittlerweile bei allen Geschäften und Machenschaften meines Vaters involviert, man könnte schon fast sagen, ich wurde seine rechte Hand und Vertrauensperson für alles.
Drei Jahre später, Nun bin ich 24 Jahre alt, wurde ich von ein paar Freunden meines Vaters und seit den letzten Ereignissen auch meinen Freunden, angerufen, dass es wohl sehr, sehr wichtig sei und ich auf der Stelle kommen müsse. Als ich fragte worum es geht, kam nur die Antwort: “Es geht um deinen Vater, bitte beeil dich einfach, es ist verdammt wichtig!”
Ich setzte mich sofort ins Auto und fuhr los. 10 Minuten später war ich vor Ort und mich empfingen 2 unserer Leute, die mir nicht in die Augen schauten, sondern lediglich bedrückt richtung Boden sahen.
“Bitte folge uns..”, mehr sagten sie nicht. Ich ging mit ihnen mit bis wir in einer großen Halle ankamen.
Ich blieb stehen. Ich war nahezu versteinert, da der Anblick nicht schlimmer hätte sein können.
Ich schaute mit einem leeren Blick zu einer Stelle, wo mein Vater tot, in seiner eigenen Blutlache lag.
Ungefähr 10 Meter davon entfernt, saßen zwei unbekannte Männer gefesselt auf Klappstühlen, ebenfalls verwundet jedoch nicht tot, noch nicht…
Als ich mich mittels einer alten japanischen Tradition von meinem Vater verabschiedet habe, fragte ich nach den zwei Typen und was es mit denen auf sich hatte.
Mir wurde die Antwort gegeben: “Die sind dafür verantwortlich, dass dein Vater von uns gegangen ist, sie haben uns bei Geschäften “gestört” und es geriet alles außer Kontrolle…”
Nach diesem Satz sah ich nur noch rot, ich nahm mich den beiden an und tat denen dieselben Grausamkeiten an, die mein Vater dem Typen damals angetan hat, nur tausendmal schlimmer.
Nach zwei langen und schmerzhaften Tagen für die Herren machten sie letztendlich schwach, sie verstarben und wurden im Meer versenkt.
Einen weiteren Tag später übernahm ich den Posten meines Vaters und übernahm somit ebenfalls die Führung der größten Gruppierung der Yakuza, der Yamaguchi-gumi.
Nun, mit meinem neu erlangten Einfluss und dem damit einhergehenden Tod meines Vaters, möchte ich den Einfluss der Yakuza ausbauen und jedem einzelnen Bürger wissen lassen, dass man uns lieber als Freund haben sollte und auf keinen Fall als Feind.
Noch bald wird in ganz Japan, nein! auf der gesamten Welt der Name der Yakuza unter unseren Freunden mit Ruhm und Glanz und unter unseren Feinden mit Furcht und Schrecken gleichzusetzen sein...