Traurigkeit v2

  • Hey, hatte den Beitrag von Fathiabi gesehen und fand es eigentlich recht interessant. Da das aber mittlerweile natürlich schon geschlossen ist, dachte ich mir, ich erstelle eine zweite Version. Hoffe das ist okay.

    Ich hätte da auch zwei Fragen die ihr, wenn ihr mögt, beantworten könnt.


    1) wie geht es euch?

    2) was empfiehlt ihr Leuten, denen es schlecht geht?


    Mir persönlich könnte es derzeit besser gehen, bin in einem ziemlichen Loch. Habe aber das Problem schon seit einiger Zeit. Trotz Hilfe wird's irgendwie nicht besser. Dabei war ich Ende 2020 auch stationär. Naja, soviel dazu. Ich möchte jetzt aber auch nicht bemitleidet werden, ich wollte nur einen kleinen Start schaffen.


    Ich freue mich auf eure Antworten :)


    ~ Nico

  • Schonmal Tabletten probiert ?

    Meinst antidepressiva und so ein Zeug? Nein, würde ich auch eher ungerne. Kann natürlich helfen, aber ich würde gerne selber versuchen damit zurecht zu kommen. Medikamente im Allgemeinen waren nie so sinnvoll bei mir, denn welche gegen meine Schlafprobleme haben auch nicht wirklich gewirkt. Und auch Methylphenidat gegen meine allgemeine Konzentrationsschwäche waren nicht hilfreich. Ob das bei meinen Depressionen auf das gleiche Resultat hinaus laufen wird, weiß ich natürlich nicht. Aber im großen und ganzen wäre das mein letztes Mittel.

  • Schonmal Tabletten probiert ?

    Meinst antidepressiva und so ein Zeug? Nein, würde ich auch eher ungerne. Kann natürlich helfen, aber ich würde gerne selber versuchen damit zurecht zu kommen. Medikamente im Allgemeinen waren nie so sinnvoll bei mir, denn welche gegen meine Schlafprobleme haben auch nicht wirklich gewirkt. Und auch Methylphenidat gegen meine allgemeine Konzentrationsschwäche waren nicht hilfreich. Ob das bei meinen Depressionen auf das gleiche Resultat hinaus laufen wird, weiß ich natürlich nicht. Aber im großen und ganzen wäre das mein letztes Mittel.

    Wenn du dich schon seit längerer Zeit in diesem ''Loch'', wie du es beschreibst, befindest, würde ich dir empfehlen, einen Neurologen aufzusuchen und dich gegebenenfalls medikamentös behandeln zu lassen.

  • Mein liebster Frater,

    ich als Dachdecker möchte dir dabei einige Dinge auf den Weg geben, die für dich wichtig sein könnten.

    Wenn du von Traurigkeit oder einem 'Loch' sprichst, muss du folgende Dinge bedenken:

    • schränkt dich deine Stimmung im Alltag ein?
    • kommst du Pflichten und Bedürfnissen (Schule, Arbeit, Körperpflege) nicht mehr hundertprozentig nach?
    • ist die Stimmung unabhängig von einem zeitnahe Ereignis? (z.B. Todesfall in der Familie)
    • hält der Zustand über 4 Wochen an?
    • gibt es in dieser Phase keine schönen Momente?

    Wenn die Mehrheit dieser Fragen mit Ja zu beantworten ist, kann eine Behandlung erwogen werden (ich empfehle hier nichts ausdrücklich).

    Dazu möchte ich sagen, dass Stimmungsheber:

    • sicher sind,
    • nicht abhängig machen,
    • nicht-depressiven nicht helfen,
    • keine Wesensveränderung bewirken.


    Mir persönlich geht es SUPER ich werde dank meines Freundes Wobba (mit den großen Tüten) mein Homegym ausbauen und bin bald durchgeimpft.

  • Meinst antidepressiva und so ein Zeug? Nein, würde ich auch eher ungerne. Kann natürlich helfen, aber ich würde gerne selber versuchen damit zurecht zu kommen. Medikamente im Allgemeinen waren nie so sinnvoll bei mir, denn welche gegen meine Schlafprobleme haben auch nicht wirklich gewirkt. Und auch Methylphenidat gegen meine allgemeine Konzentrationsschwäche waren nicht hilfreich. Ob das bei meinen Depressionen auf das gleiche Resultat hinaus laufen wird, weiß ich natürlich nicht. Aber im großen und ganzen wäre das mein letztes Mittel.

    Wenn du dich schon seit längerer Zeit in diesem ''Loch'', wie du es beschreibst, befindest, würde ich dir empfehlen, einen Neurologen aufzusuchen und dich gegebenenfalls medikamentös behandeln zu lassen.

    Was hat denn das mit einem Neurologen zutun? Er ist ja nicht im Gehirn gelähmt. Da kannste hin wenn du Epilepsie oder sowas hast.



    Ich kann dich gut nachvollziehen. Auch wenn meine Probleme keine sind im Gegensatz zu deinen war es als Sportwetten Abhängiger und Hertha Fan dieses Jahr nur schwer zu ertragen. Nicht mal im Stadion konnte ich diese Idioten auf dem Feld zusammen brüllen und mich dabei besaufen.


    Mir hilft dann immer Essen. Der Nebeneffekt ist Gewichtszunahme. Das kann in besseren Zeiten aber wieder verbrannt werden.

  • Nein , Neurologen befassen sich auch mit psychischen Erkrankungen.

  • Ach so, so als Nachtrag, hab mich gerade belesen. Stimmungsheber kann man auch von seinem Hausarzt bekommen, wenn man nicht stigmatisiert werden möchte durch den Gang zum Psychiater.

  • Wozu gibt es dann Psychologen und Psychiater?

  • Nein , Neurologen befassen sich auch mit psychischen Erkrankungen.

    Wozu gibt es dann Psychologen und Psychiater?

    Die Situation ist tatsächlich noch um einiges komplizierter. Es gibt in diesem Bereich nicht nur den Psychiater und den Psychotherapeut, sondern auch noch den Psychologen, den klinischen Psychologen und den Neurologen, die sich durch ihre verschiedenen Bildungswege unterscheiden.

  • Ich hab gelesen, dass man sich selbst konditionieren kann, indem man in glücklichen Momenten einen Klicker (wie bei Hunde oder Katzen Trainings) tätigt. Soll auch mäßigen Erfolg für Leute haben, die nicht direkt depressiv oder gefährdet sind, sondern einfach keine gute Zeit haben.

    Dein Hirn verknüpft dann das Geräusch vom Klicker mit Serotoninschüben und wenn du fertig konditioniert bist kannst du auf Knopfdruck Serotonin ausschütten, hab ich mir zumindest sagen lassen.


    Hängt halt davon ab, ob du dich damit anfreunden kannst, überall einen Klicker zu tragen, damit du pausenlos gute Momente mit dem Klicken begleitest :8

  • Trotz Hilfe wird's irgendwie nicht besser.

    Wäre vielleicht ganz hilfreich zu wissen, was genau du denn bisher so versucht hast.

    Puh, es ist so einiges was ich mir mit rum schleppe, dementsprechend ist das etwas viel.


    - Ich bin schon seit 5 Jahren beim Psychologen

    - War vor ca 4 Jahren stationär und das für 2 Wochen. aber eher für Kinder eingerichtet, kinda hard to explain

    - Ende 2020 war ich anderthalb Monate "richtig" stationär

    - mehrere Kurse gemacht

    - mehrmals Familienhilfen gehabt

    - schonmal eine Mentor gehabt


    Naja, und noch ein paar weitere, kleinere Dinge. Hab die scheiße schon seit einer ganzen Zeit


    Ich hab gelesen, dass man sich selbst konditionieren kann, indem man in glücklichen Momenten einen Klicker (wie bei Hunde oder Katzen Trainings) tätigt. Soll auch mäßigen Erfolg für Leute haben, die nicht direkt depressiv oder gefährdet sind, sondern einfach keine gute Zeit haben.

    Dein Hirn verknüpft dann das Geräusch vom Klicker mit Serotoninschüben und wenn du fertig konditioniert bist kannst du auf Knopfdruck Serotonin ausschütten, hab ich mir zumindest sagen lassen.


    Hängt halt davon ab, ob du dich damit anfreunden kannst, überall einen Klicker zu tragen, damit du pausenlos gute Momente mit dem Klicken begleitest :8

    Sowas fände ich etwas weird. Sich selbst so zu konditionieren, bei bestimmten Reizen glücklich zu werden, ist halt schon etwas komisch. Künstlich happy zu werden, hört sich in meinen Augen einfach falsch an.


    Hört sich schon gut an, so wie du es formulierst. Finde aber das das trotzdem nicht gerade ein gutes Mittel ist. Ich habe das irgendwie eine generelle Abneigung, ich weiß nicht warum. Aber wenn es nicht anders geht, muss ich wohl zu diesem Mittel greifen.

    Einmal editiert, zuletzt von Alex () aus folgendem Grund: 2 Beiträge von Hakase mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Liebster Hakase ,

    mir scheint, du hast mich missverstanden.

    Selbst wenn alle oben genannten Kriterien zutreffen sollten, heißt das weder, dass eine Therapie sein muss, noch, dass diese mit Medikamenten erfolgen muss.


    Allerdings sind genannte Medikamente verpöhnt und verteufelt - und das zu Unrecht.

    Ich denke aber, dass niemand Angst davor haben sollte, etwas auszuprobieren.

    Außerdem sind Psychologen ohnehin Psychiatern unterlegen. Das eine ist eben ein Arzt^.

  • hallo.


    Ich hab ja v1 geschrieben und ich habe auch was zu sagen.


    Wenn es mir scheiße geht nehme ich keine Pillen oder gehe in die Therapie, was ich eigentlich empfehlen würde (bei Pillen bin ich skeptisch).

    Ich hab mir neue reallife Freunde die zu mir passen gesucht, auch wenn es unmöglich erscheint so wie ich es am Anfang dachte ist es möglich.

    Es müssen ja nicht unbedingt reallife Kollegen sein, können genauso gute Internet Freunde sein die für dich da sind und deine Lage fühlen.


    Was mir noch gut tut ist Musik hören. Musik mit Massage hilft mir sehr. Musik ist auch ein Teil meines Lebens geworden.


    Da ich nicht den "genauen" Grund für deine Depression weiß kann ich leider nicht viel dazu sagen:

    Dies sind jetzt nur Tipps die nicht direkt für die Heilung sorgen. Würde ich die Heilung kennen dann ginge es mir bestens, jedoch hilft es mir sehr.


    Bleib Stark es wird alles gut auch wenn es zurzeit unmöglich aussieht!


    Danke lg

  • M1tsinn

    Hat das Thema geschlossen.