Generation Z

  • Die Thematik um Generation Z und Generation Alpha ist sehr interessant.

    Besonders dann, wenn man täglich mit der Sozialpädagogik zutun hat und sich viel damit beschäftigen muss.

    Das ganze Thema würde ich nicht unbedingt Generationsabhängig machen, sondern eher vom Alter und die Stand der Dinge zu der Zeit.


    Vielleicht kann ja Gravel was zur Entstehung des Verhaltens erzählen. :^)

    Momo hat es in ihrem Beitrag schon ziemlich gut auf den Punkt gebracht, möchte dennoch was dazu ergänzen.

    Wie mein Abteilungsleiter in der Sozialpädagogik sagte: "Wer sein Kind in den wichtigsten Jahren vernachlässigt und sich nicht darum bemüht, es richtig zu erziehen, hat später immer mehr Probleme damit!"

    Wer früh in seiner Kindheit die Sozialiserungsfunktion nicht mitbekommt, hat spätestens im Kindergarten Probleme.

    Sozialisierungsfunktion:

    Die Familie ist die Primärgruppe, was durch Erfahrungen im sozialen Umfeld, soziale Verhaltensweisen und Eingliederung ermöglicht / erlernt. Die Phase ist durch die Übernahme von Einstellungen und Verhaltensweisen gekennzeichnet

    Selbstverständlich könnte ich jetzt mit meiner Gruppenpädagogik ankommen, was auch sehr viel ausmacht, bin aber der Meinung, dass das ganze dann doch zu viel wird.


    Um es auf den Punkt zu bringen. Es wird immer von den Eltern abhängen und leider macht sich das in den nächsten Jahren immer mehr bemerkbar. Besonders zu der Pandemie Zeit haben wir in meiner Einrichtung viel zutun. Ob es gestörte Familienverhältnisse, psychogene Störungen der Eltern oder die Vernachlässigung des Kindes ist, es ist wirklich ALLES dabei.

    Die Kinder haben ihr Vorbild und gucken sich das ab, probieren sich aus und werden immer wieder Grenzen testen.

    Leider Gottes sind viele Eltern, alleinerziehende Väter oder Mütter so damit überfordert, dass sich bei den Kindern Verhaltensstörungen entwickeln, was selbstverständlich Auswirkungen auf ihr Sozialverhalten, emotionale Entwicklung, körperliche Entwicklung und auf das Leistungsverhalten hat.


    Und dann fängt es an, dass Kinder irgendwann ihr eigenes Smartphone bekommen.

    Das ist dann auch die Zeit, wo es für alle Beteiligten schwierig wird, mit dem Kind wieder zu reden.

    Wenn das Kind Erfahrungen gesammelt hat, dass die Mutter oder Vater das Kind vernachlässigen, sucht es sich eben ein anderes Vorbild.

    Das können Jugendliche auf Tiktok sein, die sich cool fühlen, wenn sie mit ihrer Musikbox im Zug sitzen oder Influencer XY, der meint, dass Schule nicht wichtig ist.

    Das Kind wird sehen, dass es viele machen, dass es alle cool finden und sich somit in die Gesellschaft integrieren kann.

    Das Kind wird es ausprobieren und wird Leute finden, denen es gefällt und identifiziert sich damit.

    Wenn das Elternteil spätestens da nicht eingreift, redet es nur noch gegen eine Wand und dann haben wir als sozialpädagogische Fachkräfte das Problem an der Backe.



    Wer sein Kind nicht konsequent erzieht und keine Regeln aufstellt, wird spätestens in der fünften Klasse ein Jonte haben, der ein Fick auf alles gibt!




    Da die Norm auch was damit zutun hat, hier ein kleiner Auszug aus dem Konstrukt "Normaltiät" aus der Heil- und Sonderpädagogik.


    1. Statistische Norm: Als normal gilt, was die meisten Menschen der jeweiligen Bezugsgruppe tun oder wie sie sind. Zum Beispiel ist die Intelligenz auf eine bestimmte Weise in der Bevölkerung verteilt. Liegt man über der Norm (z.B IQ von 130), wird das als positiv erachtet, liegt man darunter, als negativ.


    2. Gesellschaftliche (ideale oder soziale) Norm: Als normal gilt ein Verhalten, das gesellschaftlich wünschenswert erscheint. Unser Schulsystem erwartet zum Beispiel, dass ein sechsjähriges Kind sich über längere Zeit konzentrieren und auf seinem Stuhl sitzen bleiben kann. Schafft es das Kind nicht, so wird es als auffällig bezeichnet.


    3. Individuelle Norm: Das Verhalten wird danach bestimmt, ob es von der persönlichen Norm abweicht. Eine Praktikantin wird ein bestimmtes Verhalten von Kindern vielleicht eher auffällig finden als eine erfahrene Erzieherin.


    4. Funktionelle Norm: Als normal gilt eine Person, die "funktioniert", das heißt, die ihren Alltag eigenständig bewältigen kann, eine berufliche Tätigkeit ausübt.




    Ich als fast fertiger Erzieher kann nur sagen, dass es in den nächsten Jahren weiter steigen wird, dass Kinder frecher und respektloser werden und ein Fick auf ihr Umfeld geben. Es ist ein Lauf mit der Zeit und würde es daher ungern in Generationen einteilen.


    Das was mir immer gesagt wurde, um einen Abschluss zu bilden, dass man mit dem heutigen Wissen nicht zurückblicken soll, weil du das Wissen damals nicht hattest. Deswegen immer mit Vorsicht zurückblicken.


    Solltet ihr echt Interesse haben, kann ich bei positiver Resonanz gern nochmal ausführlicher schreiben.

  • Da ich aktuell am Handy bin, erweitere ich später noch den Beitrag.


    Um die Persönlichkeit zu Entwickeln benötigt es drei Faktoren mit wechselseitiger Wirkung.

    Die Umwelteinflüsse, Genetik sowie die Selbststeuerung.


    Was sind diese Faktoren?

    Zu den Umwelteinflüssen gehören die soziale Gruppe, Eltern, Freunde etc.

    Bei der Genetik spricht man von Anlagen, die man mit der Geburt „erhält“ wie Hautfarbe, Angehörigkeit, Krankheiten etc.

    Bei der Selbststeuerung spricht man vom Verhalten des Kindes. Wie setzt es wie um, wie reagiert es auf verschiedenen Situationen.


    Heutzutage ist das Problem, dass die Umwelt zu sehr vernachlässigt wird. Als Kind wird einem nicht ohne Grund gesagt. Steigt nicht in ein weissen Van mit Free Candy.



    Bei den Studien geht man oftmals mit dem Durchschnitt.

    Natürlich ist nicht jeder Mensch gleich. Gehöre auch zu GenZ, jedoch bin ich komplett anders groß geworden.

    Ich wohne ziemlich ländlich und hatte kaum Regeln. Im Alter von 6-12 Jahren habe ich auf der Straße mit Nachbarskindern Fußball gespielt oder haben mit Kreide auf dem Boden gemalt. Die Strassen hier waren früher bunt, heutzutage grau und trist..


    In meinen Augen spielt es eine große Rolle wo man aufwächst und mit welchen Leuten.

  • "Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes,
    wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt.
    Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen."

    - Aristoteles

    Schon seit jeher scheint sich die Menschheit kritisch mit dem Verhalten der Heranwachsenden auseinanderzusetzen.
    Und seit jeher scheint ihnen, ganz verwundert, aufzufallen, dass das junge Volk sich nicht so verhält,
    wie man sich selber in Erinnerung hat, geschweige denn so, wie man es sich wünschen würde.


    Nicht selten scheinen diese Balge gänzlich den Respekt vor allem verloren zu haben und immer bringen sie Ideen und Werte ein, welche zu stören wissen.

    Wo damals jenen eine Bühne und Job verwehrt und Leben erschwert wurde, welche es gewagt haben, eine andere Farbe der Haut mit sich herum zu tragen, sind es heute vermeintliche Rassisten und Schwulenfeinde, welchen, über den bösen Geist des sozialen Netzes, gleiches geschieht, weil sie es wagen eine Meinung zu haben, die der Jugend nicht gefällt. Das Internet und die Handy scheinen die Köpfe jeder zu zurfressen, die zu jung sind, um damit verantwortlich umzugehen.

    Aber ist es nicht vielleicht sinnvoll, denn Blick etwas zu heben und zu beurteilen, ob es wirklich so schlimm ist? Sind die Neuheiten wie Internet, Social Media und Smartphone wirklich so schlimm und jugendgefährdent wie man sie ausmacht? Und ist es nicht auch wichtig, dass die Junge Generation keinen Respekt vor irgendjemanden hat? Kann man nicht nur so das Verhalten und das sein hinterfragen, was diese an den Tag legen, hinterfragen? Von einer "schlechten Jugend" ist noch keine Kultur untergegangen.

    Und noch viel wichtiger: Sind wir nicht selber Schuld? Wir sind doch die Gesselschaft in der ein jeder aufwächst und sei es nur in dem Mikrokosmos in dem wir uns selber bewegen, so hat doch jeder von uns Einfluss auf das Verhalten, die Werte und Lebenrealität aller. Zudem haben wir doch gar keine Wahl. Wir werden sie nicht alle töten können.

  • Ich verstehe nicht ganz warum sich alle so hart darüber aufregen wie "Asozial" die Jugend von heute ist. Es gab immer schon Asoziale und die wird es auch immer geben, gefühlt jede Generation fuckt sich über die eigene oder die danach ab. Das liegt zum Teil auch daran das einem die Negativen Jugendlichen einfach 10x mehr auffallen als die normalen ruhigen.


    Außerdem, dann machen halt paar Jugendliche im Bus Deutschrap an über Ihre Box, oder reden krass Vulgär. Das sind verdammte Jugendliche, die machen halt gerne mal scheiße, übertreten Grenzen und verhalten sich nicht gerade angemessen. (Abgesehen von Vulgär reden, Gott heult nicht rum nur weil paar Jugendliche unter sich, sich hart beleidigen.)


    Ah und Umweltbewusster würde ich die heutige Generation auch nicht nennen. Die wissen einfach nur das der Klimawandel die am ehesten ficken wird, weswegen sie sich dafür einsetzen. Gäbe es kein Klimawandel wäre es den genauso scheiß egal wie den anderen.


    Ebenfalls finde ich das die Jugend von heute wie vorher angemerkt eigentlich zum größteil recht Freundlich und Tolerant ist, zumindest meiner Erfahrung nach. Obwohl ich etwas zustimme mit dem zu Empfindlich sein oder keine andere Meinung zulassen. Dies ist aber ein Problem aufgrund von Social Media, Internet Bubbles und Circlejerk.

    3 Mal editiert, zuletzt von nyZephyR ()

  • Ich sage es mal so, Leben und Leben lassen. Mir ist das schlichtweg egal, ob die im Bus Musik hören oder Fortnite spielen, solange man mich nicht persönlich angeht. Natürlich wird genug darüber gelacht wie ''scheiße'' die Folgegeneration doch ist, aber das ist wie ich das erlebt habe nur die Minderheit die so heraussticht, weil sie sich eben so ''auffällig'' verhält. Die ganze Generation deswegen als absolut verkorkst abstempeln halte ich für falsch. Was viel eher falsch läuft ist die Welt wie sich sich entwickelt und damit die Möglichkeiten für junge Menschen etwas anderes zu machen, als am Computer zu sitzen. Mal von der aktuellen Situation mit Corona abgesehen, die es ohnehin schon erschwert hat, sich mit Gruppen zu treffen, wird in Deutschland vieles verboten was ich als Selbstverständlich ansehe. So lächerlich es auch klingen mag, der Fakt, dass ich mich nicht mit ein paar Kollegen an nen öffentlichen Feuerplatz setzen kann ohne erstmal Geld dafür zu blechen, da ich mich ja sonst bei der Benutzung dieses Feuerplatzes Strafbar mache, macht mich etwas wütend.


    Ich schiebe die Entwicklung der Generationen auf die Umstände unter denen diese Generation aufgewachsen ist.

  • Hey Leute!


    Wollte mich auch mal zu diesem Thema äußern, da es mich tatsächlich sehr interessiert, wie andere Leute es sehen.


    Zu meiner Person, bin Baujahr 2001, momentan 20 Jahre alt und wohne in Niederösterreich welches in (oh wunder) in Österreich liegt.


    Mir gehen ja besonders die Jugendlichen auf den Sack, welche sich einfach nur Scheiße benehmen. Damit meine ich andere beleidigen (Die nicht zu deren Freundeskreis gehören. Verarsche ja selbst meine Freunde, genauso wie diese mich), verdammt laut Musik hören. Um ein paar Beispiele zu nennen.

    Dazu kommt auch, dass ich einfach nicht verstehe was die Leute an Deutschrap so besonders finden. Nehmen wir hier mal als beispiel meinen Cousin der mir da mal ein bisschen die Augen geöffnet hat. Es ging in unserem Gespräch darum, dass ich nicht verstehe was alle an DR so geil finden, da es da ja eh nur um Mord, Drogen oder Sex geht. Er antwortete mir damit, dass dies gar nicht stimmt und hat mir anschließend ein Lied aufgedreht (weiß den Namen leider nicht mehr). Es ging in diesem Lied darum, dass der Rapper, jemanden verloren hat der ihm sehr wichtig wahr und alles tun würde, dass diese Person noch hier wäre. Dieses Lied hat mir tatsächlich auch ziemlich gefallen.


    Nun komme ich zum Thema mit den Gleichaltrigen,

    ich hatte keine leichte Hauptschulzeit. Hatte den Grund das wenn man keine Markenkleidung/Schuhe und/oder nicht das neuste Handy hat nicht als "Cool" angesehen wurde und damit eine "leichte Beute" war. Ich war einer der "uncoolen". Ich hatte in der Hauptschul-Zeit vielleicht 5 Freunde, mit denen ich heute noch Kontakt habe und diese noch regelmäßig treffe, dies liegt nun ungefähr 12 Jahre zurück. Ich möchte ja auch nicht sagen, dass ich damals kein Arschloch gewesen bin. Mein bester Freund hatte damals einen Sprachfehler, wodurch dieser gemobbt wurde. Ich hab da mitgemacht doch am nächsten Tag hab ich mich bei ihm entschuldigt da mir bewusst wurde, dass diese ganze Situation einfach nur scheiße war.

    Hatten sogar mal vor kurzem ein Klassentreffen, wo die nervigsten und größten Arschlöcher der Gruppe leider nicht dabei waren. Mann war ich schockiert wir normal die Klassenkameraden, welche mich damals tyrannisiert haben, geworden sind.


    Dazu kommt noch (fällt zumindest mir so auf) dass die meisten Jugendlichen nur nach dem äußerlichen gehen und dann erst überhaupt mit einem reden.

    Geschweige der "Leistungsmoral" der Jugendlichen die in die Schule gehen, aktiv schwänzen und am Ende gerade noch so durch das Schuljahr kommen.

    Wenn ich so eine Aktion abgezogen hätte, hätte mich zuhause nur eines erwartet, nämlich eine auf die Fresse von meinen Eltern gepaart von einer Standpauke. Selbst heute kassiere ich von meinen Eltern mal gelegentlich ne Standpauke.


    Es gibt aber auch positive Dinge. Immer wenn ich irgendwo hinkam, sei es eine neue Klasse der Berufsschule oder sogar das Österreichische Bundesheer, dachte ich mir immer nur: "Was für ein haufen Arschlöcher" aber ich gab denen immer eine Chance. Stellt sich heraus, dass es die korrektesten Leute waren, die man, in der Situation kennen lernen konnte. Daher gehe ich auch nicht auf das äußere von Menschen.


    Nehmen wir mal als anderes Beispiel einen Kumpel von mir her,

    dieser ist 14 Jahre alt, schreit beim CoD spielen rum, als ob man ihn gleich abstechen würde und hat Agressionsprobleme.

    Ich hab mich mal ausführlich mit ihm unterhalten und es stellte sich heraus, dass er ein sehr freundlicher und loyaler Mensch ist.

    Bei ihm war das Problem einfach nur, dass man nicht auf ihn einging und dieser in Folge dessen "Agressionprobleme" bekam um aufzufallen.

    Nach dem Gespräch mit ihm sagte er mir nur, dass er genau so ein Gespräch brauchte und das kein Psychologe der Welt hinbekommen hätte.


    Nicht zu vergessen, das Forum und die MG-Server!

    Einige hier kennen mich eventuell als "Dio Brando Grimes" oder auch nicht, ist aber jetzt auch egal. Ich habe mit MRP angefangen, nachdem ich mit dem österreichischen Bundesheer fertig wurde. Und was soll ich sagen, die Community hat mich aus einer finsteren Zeit der Verzweiflung gerettet.
    Egal wie alt der jeweilige Spieler war, die waren immer korrekt drauf und mir würde jetzt keiner auffallen, der wirklich nur negativ aufgefallen wäre. Ich hatte auch die Möglichkeit korrekte Leute kennenzulernen mit denen ich auch täglich rede.


    Ich bedanke mich fürs durchlesen und hoffe, dass ich den hier anwesenden Leuten meine Meinung verständlich rübergebracht habe.


    Im besten Sinne

    Kappfield


    Ps: Immer den Wirtschaftsteil lesen und genügend Wasser trinken.

  • Was mir beim Lesen dieses Threads auffällt ist, dass nahezu jeder, der sich hier beschwert, auf die Jüngeren geht. Und das komplett unabhängig davon, in welcher Altersgruppe er ist.

    Gen Y jammert über Gen Z, Gen Z über Alpha, und (fast) immer sind es die Jüngeren, die doof sind.


    Wie bereits mehrfach erwähnt ist dies primär ein Problem der Wahrnehmung, bzw. hängt meiner Meinung nach eben mehr mit dem Alter der Personen zusammen als dem Jahrgang. Mit höherem Alter kommen andere gesellschaftliche Normen auf, und was zuvor für einen als normal galt ist nun cringe, grausam, respektlos und grundsätzlich hätte man sowas ja sowieso damals nie getan.

    Hell, mein Stiefvater hat mir ab und an mal stolz von seiner Kindheit erzählt, in der er und seine Kumpels draußen auf den Feldern der Bauern oder im Wald rumgezündelt haben und mehr als einmal fast einen Waldbrand ausgelöst hätten, jede Generation macht dauernd Mist!


    Es mangelt zudem natürlich an Vergleichsmöglichkeiten. Als 23-Jähriger habe ich nicht die Möglichkeit, verschiedene Generationen von 10-jährigen zu vergleichen, und man selber hat sich in dem Alter natürlich eben primär mit den Leuten umgeben, mit denen man sich gut verstand und über die man im Nachhinein nichts zu Lästern hat. Die auffälligen Leute, über die die Älteren sich beschweren waren für einen selber eben nur die 1-2 Klassenclowns und die 3-4 Asis, die jede Klasse eben so hat und die man als Ausnahme empfand.


    Jede Generation ist gewissermaßen ein Produkt ihrer Umweltfaktoren, welche sich kontinuierlich verändern. Und ich muss sagen, gerade mit der aufsteigenden Akzeptanz von LGBT[...] und Umweltschutz die mit neueren Generationen einhergehen bin ich enorm zufrieden. So etwas wird natürlich teilweise von den Eltern mitgegeben, aber so gut breitet sich so etwas nicht durch Erziehung allein in einer jungen Generation aus.

    Wie so oft sind die "doofen Jüngeren" über die sich so gerne beschwert wird eben eine leise Minderheit. Bei einer dermaßen großen Weltbevölkerung und einer einwandfreien Vernetzung durch TikTok und Co kriegt man nur eben besonders viel davon mit, und bescheuerte Ideen und Challenges breiten sich leider leichter aus.

  • Die Beiträge von nyZephyR und Totobiii schneiden bereits beide das Phänomen an, dass jede Altersgruppe der jeweils jüngeren Generation (eigentlich altbekannte) negative Attribute zuschreibt, dabei aber die positiven außer Acht lässt.

    Ich weiß ja nicht was ihr so in eurer Kindheit getrieben habt (vielleicht habt ihr schon damals nie das Haus verlassen, wer weiß?), aber ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass Gleichaltrige in meiner Kindheit (geb. 2000) allesamt den ganzen Tag Unfug getrieben haben, unabhängig auf welche Schule sie gingen oder wie gut das Elternhaus war. Das wird auch genauso in der Kindheit eurer Eltern so gewesen sein, einfach mal nachfragen.

    Es ist nun mal Teil unserer Psychologie bzw. Wahrnehmung negative Aspekte unserer Vergangenheit zu streichen, je älter desto mehr ist man überzeugt "früher war Alles besser", auch wenn es das definitiv nicht war. Ebenso ist es Teil unserer Wahrnehmung die schlechten Interaktionen mit Jüngeren in den Vordergrund zu stellen, ihr seht schlicht und ergreifend den - positiven - anderen Teil nicht. Der confirmation bias tut dann seinen Rest und ihr seid auf gutem Wege mit 65 Jahren der pissige Nachbar zu sein, der den Kindern ihren Fußbal, den sie in euren Garten geschossen haben, nicht zurückgibt.


    Ich selbst wuchs auf mit Yu-Gi-Oh Duellen, Fußball und im Park Räuber und Gendarm Spielen, trotzdem kann ich Zehnjährige, welche Fortnite auf ihrem Samsung Galaxy Piss and Shit S30 spielen akzeptieren. Ja, jede Generation ändert sich, aber nicht nur zum Schlechten, unsere Gesellschaft als Ganzes wird Generation um Generation toleranter, fortschrittlicher und vor Allem vernetzter. Technischer Fortschritt und zunehmende Vernetzung über social media führen nun mal dazu, dass Kinder immer früher hiermit in Kontakt kommen, das muss aber nicht zwingend schlecht sein. Lasst euch also nicht aufgrund falscher Ideale, Vorstellungen und Erinnerungen an eine scheinbar schöne und friedliche Kindheit auf einen Pfad der Griesgrämigkeit und Intoleranz bringen.


    Es sollte sich jeder - unabhängig von dem Thema hier - mit seinen eigenen kognitiven Verzerrungen auseinandersetzen, das wird mit dem Alter nämlich nicht besser. Ich finde das Topic hier ist ein ganz gutes Beispiel für diese Fehleranfälligkeit in unserem Denken & unserer Wahrnehmung.


    Addendum:

    Ich verbringe eine nicht geringe Zeit auf Twitter und kenne das von dir genannte Thema nur zu gut. Das sind aber, wie so oft, eben nur die lauten 1%, lass dich davon nicht beeinflussen. All die Leute, die kein Problem mit den Witzen haben wirst du niemals wahrnehmen können, behalte das also im Hinterkopf. Ob die Art von Humor uns nicht vielleicht desensibilisiert gegenüber bestehenden Ungerechtigkeiten sei mal dahingestellt, das ist eine ganz andere Diskussion.

  • Tatsächlich zeigten Studien, dass es auch positive Verhaltensweisen mit sich gebracht wurden. Ein Stichwort wäre Greta Thunberg.

    Das ist wieder eine Sache wo ich mich frage, ob das wirklich positive Verhaltensweisen mit sich gebracht hat. Möchte eigentlich auch gar nicht erst anfangen über solche Themen zu reden, da sie oft meistens komplex sind und man am Ende erst recht nicht der selben Meinung ist. Allerdings gibt es heutzutage viele einflussreiche Personen, die immer mehr und mehr versuchen Jugendliche, insbesondere die Gen. Z für ihre politischen Ziele zu überzeugen. Das perfekte Beispiel ist da zum Beispiel die damalige „Bewegung“ fridays for future. Zahlreiche primitive Jugendliche die sich angeblich für den Klimawandel einsetzten wollen und deshalb die Schule schwänzen. Dabei wissen 99% nicht einmal worum es geht und haben einfach keine Lust einen sonnigen Freitag Vormittag in der Schule zu verbringen. Und nach zwei Jahren frage ich mich, was hat das Ganze jetzt genau bewirkt? Die heutige Jugend, insbesondere zum Beispiel die Grüne Jugend, lässt sich leider viel zu leicht überzeugen. Kinder werden meistens von einflussreichen Personen nur noch als Objektmittel benutzt und daher denke ich mir manchmal, vielleicht wäre es besser wenn ihr euch doch lieber mit etwas anderem beschäftigen geht. Heutzutage kann sich kein Kind mehr seine eigene Meinung bilden lassen. Hört sie etwas von einem TikToker oder irgendeinem anderen Influencer-Clown, glaubt sie gleich jeden Mist. So schön und gut auch die Digitalisierung ist, bringt sie leider auch Nachteile mit sich.

    Zu dem Verhalten der minderwertigen Schicht:

    Ist eine Sache die es schon seit langem gibt und Jahr zu Jahr schlimmer wird. Dass sich Mitternachts in den Großstädten die Prototyp-Kanaken wie Insekten vermehren, ist ja auch kein Geheimnis mehr.

    Hat aber nichts mit Gen Z. zu tun, sondern ist einfach ein generelles Problem.

    2 Mal editiert, zuletzt von Raffaello ()

  • Hallo das ist ein sehr interessantes Thema,


    zu meiner Person ich bin 1996 geboren und finde persönlich das es nicht wirklich Sinn macht Generationen bezüglich ihrer Differenzen im Ausleben ihrer Jugendzeiten zu betrachten, alleine weil es in den letzten 30 Jahren massive technologische Neuerungen gab, die die Lebenswirklichkeit und die Alltäglichkeit der Jugendlichen stark verändert haben. Wie bereits aufgeführt ändert das Umweltsetting die eigene Wahrnehmung. Die postmoderene Gesellschaft löst sich nach und nach von Historizität und Aufklärung hin zu Individualität und Pluralität. Betrachtet man den tiefenpsychologischen Ansatz von Freud, hier noch mal kurz dargestellt:

    • ES = Triebe und Unterbewusstes
    • ICH = Eigene Wahrnehmung und Bewusstsein
    • ÜBER-ICH = Gesellschaftliche Normen und Moral

    Wobei das ES und das ÜBER-ICH das ICH beinflussen, lässt sich mit Blick auf die Erkenntnistheorie der Postmoderne und der Jugend eine These formulieren. Grundsätzlich ist die Jugendphase eine Zeit der Umorientierung von den bis dato herschenden Normen der Familie weg, hin zu eigenen Erfahrungen und Meinungsbildungen. Die Jugendlichen sind also meistens, je nach Typologien von Entwicklungswegen die sie einschlagen, vom ES und ICH beeinflusst. Wobei zu betrachten gilt, dass alle drei Kategorien von Fromm in einem dialektischen Wechselverhältnis stehen und sich nicht ausschließen oder eines komplett entfällt. Hinzukommend zu dieser Jugendphase entwickelt sich die Postmoderne mit einem Blick auf die Individulisierung und Pluralität der Lebensstile weg von dem kulturell geprägten Gesellschaftsbegriff. Also verschwimmen bei neueren Generationen die traditionellen Gesellschaftsnormen immer weiter und die Individualisierung steht in der Jugendphase wie im Erwachsenenalter im Fordergrund. Ältere Gernerationen können die Jugenphase also befremdlich finden, das ist ganz normal. Aber das einzige was sich aktuell ändert ist, wie schnell sich die Gesellschaft verändert und damit wie schnell auch sich die Generationen voneinander differenzieren.

  • Meinung

    Ich finde es gut, dass immer mehr junge Menschen sich für Politik interessieren und diese auch aktiv mitgestalten. So wird auch mal mehr auf die "Bedürfnisse" dieser geachtet und zumindest im Tempo einer querschnittsgelähmten Schnecke auf eine Klimaneutralität hingearbeitet.

    Abgesehen davon wird durch diesen politischen Wandel die Gesellschaft immer offener und weniger Minderheiten müssen in Angst leben. Leider geschieht dieser Wandel nicht überall, aber allgemein bewegt sich das Ganze in die richtige Richtung.

    --

    Simple Sache; Cancel Culture existiert nur in kleinen Twitter-Bubbles und ist ja prinzipiell gar nicht schlecht.

    Wenn sexistische/rassistische/homophobe Phrasen kritisiert werden, ist das ja wohl was gutes. Man muss ja nicht unbedingt "Witze" auf Kosten von Minderheiten in der Öffentlichkeit machen, welche sich in der Regel nicht mal wirklich wehren können und es schon schwer genug im Leben haben. Natürlich nimmt schätzungsweise ein Großteil der Betroffenen richtige Witze tatsächlich mit Humor, aber manche werden ja schon verletzt davon und das muss ja nicht sein.

    Was man privat für Witze macht juckt ja weniger, aber wenn man öffentlich was verbreitet, hat man auch mit Kritik bzw. einer Reaktion zu rechnen.

    Wenn Menschen nicht der eigenen Meinung sind, wäre es natürlich für einen besser, wenn man diese als primitiv bezeichnet und sie sich nicht mit politischen Themen befassen. Natürlich gibt es so manche Person, welche aus nicht politischen Gründen dorthin geht oder meinetwegen nach Hause geht, aber das sind wohl die wenigsten. Um eine willkürliche Prozentzahl zu nennen, 97% der Demonstranten gehen mit gutem Gewissen dorthin, um für die politischen Ansichten zu "kämpfen".

    Und natürlich werden Personen wie Greta Thunberg instrumentalisiert von irgendwelchen unbekannten einflussreichen Personen, schließlich können diese ja keine eigene Meinung haben, weil DiE jUnG sInD. Und wenn sie ne eigene Meinung haben dann natürlich nur, weil sie manipuliert wurden von linken Influencer-Clowns. Die voll coole Junge Alternative beispielsweise hat nur Mitglieder, welche eigenständig ihre Meinung gebildet haben und das ohne jeglichen Einfluss von irgendwo, weil das ja auch möglich ist.

  • sorry aber realtalk kurz thunfisch gretel hat aspergers und kriegt dadurch ihre international-dad-attention und friday4futures kriegen von papa n mini zum 18. und müssen in ihrem gesamten soziale arbeit studium nicht einmal arbeiten.


    /natürlich nur satire ;----)

  • empfindlich

    obwohl das halt mein Humor ist

    Das Problem ist, dass manche "Witze" einfach verletzend sind und die Tatsache, dass es ein Witz sein soll, es nicht ändert, dass sich Menschen wegen so etwas uncomfortable fühlen, was man natürlich vor allem bei Personen, die man mag verhindern möchte. Außerdem war es schon immer so, dass nicht jeder den gleichen Humor hat.

  • Das Problem ist, dass manche "Witze" einfach verletzend sind und die Tatsache, dass es ein Witz sein soll, es nicht ändert, dass sich Menschen wegen so etwas uncomfortable fühlen, was man natürlich vor allem bei Personen, die man mag verhindern möchte. Außerdem war es schon immer so, dass nicht jeder den gleichen Humor hat.

    Ich verstehe was du meinst, aber wenn ich mit meinen Hausis über so ein Thema scherze, dann ein Bekannter zu uns kommt um uns zu sagen, dass es diskriminierend/sexistisch/... ist, obwohl jeder darüber gelacht hat, außer diese Person, finde ich nicht gut. Ich mache mal ein Beispiel


    Person A (Straight): LGBTQ+ ist einfach nur Gay Premium

    Person B (Straight): *Lacht über den Witz*

    Person C (Straight): Aber warum diskriminierst du jetzt Leute, die in LGBTQ sind?


    Was soll ich denn da sagen? Ich bin natürlich dafür, dass Leute ihre Sexualität so ausüben wie sie wollen, aber wenn es dich selbst nicht betrifft der Witz in irgendeiner weise, sei es durch deine Herkunft, Sexualität oder anderen Dingen, dann soll es dich auch nicht jucken. Vielleicht kam es nicht so rüber, aber so meine ich das eigentlich. Wenn es klar ist, das gerade gescherzt wird, warum muss man direkt dann denken, dass es ernst gemeint ist und es dann persönlich nehmen, wenn die Person nicht gemeint ist.

    Natürlich kannst du nicht den gleichen Humor haben, musst du auch nicht, aber wenn ich dann sehe, wie Beiträge disliked werden, weil man über die Sexualität einer bestimmten Person scherzt (DIE PERSON SOGAR EINVERSTANDEN WAR), weil es laut der dislikenden Person "homophob" oder anderes ist, dann regt mich das einfach nur auf, weil der Witz nicht für die dislikende Person war, sondern für die andere Person.

  • weil der Witz nicht für die dislikende Person war, sondern für die andere Person

    Sorry, aber wenn der Witz nicht für alle in diesem Forum gedacht ist, solltest du ihn eben nicht in einem öffentlichem Forum einer großen Community posten. Genauso wie Witze über Herkunft, Sexualität, Geschlecht usw., diese können als außenstehende Person sehr verletzend sein.

  • Moin,


    Ich finde, es ist halt ziemlich schwierig, sich zu diesem Thema zu äußern, weil manche sich ja direkt angegriffen fühlen, weil man nicht nach ihrer Meinung redet.

    Aber z.B was wozu ich mich mal äußere ist diese ganzen Respekt Sache und das Thema mit Rauchen und Drogen.

    1. Zum Thema Respekt vor 5 Jahren hatte jeder Respekt vor Schülern die in höheren Klassen waren und hatten die immer in Ruhe gelassen und sie nett behandelt, aber heutzutage sind die 5-8 Klässler ziemlich unerzogen und respektlos zu älteren egal ob Alt oder gerade 18. Was finde ich heutzutage ein sehr großes gesellschaftliches Problem darstellt und für die Zukunft sehr gefährlich werden kann.

    2. Die Normalisierung von Rauchen und konsumieren von Drogen im Jugendalter es wird immer häufiger als cool empfunden, von bestimmten Gruppen zu rauchen oder Drogen zu konsumieren. Viele sagen ja immer, den typischen Satz "Ich habe viel Stress im Leben" oder "Du kennst meine Eltern nicht", aber das ist auf jeden Fall keine Rechtfertigung für so was, was eigentlich auch Schwachsinn ist. Vielen ist das Risiko halt auch nicht richtig bewusst oder der Gruppenzwang ist halt da. Ich würde gerne mal die Meinung von anderen dazu hören.

  • Vielen ist das Risiko halt auch nicht richtig bewusst oder der Gruppenzwang ist halt da

    Ich glaube, dass vielen Menschen die Folgen von Pornographie nicht bewusst sind. Kanye West hat in einem Interview soziale Medien (die sich mittlerweile ebenfalls mit Pornographie und Erotika füllen) und Pornographie als die "modernen Zigaretten" beschrieben. Pornographie ist mittlerweile für viele Menschen (darunter Jugendliche und Kinder) uneingeschränkt, kostenlos und zu jeder Zeit aufrufbar. Besonders gerade, während der Pandemie, haben viele Menschen jederzeit Zugriff auf Pornographie


    Im Gegensatz zu Zigaretten oder anderen Drogen kann das Schauen von Pornographie (oder später eventuell auch die Sucht) eher versteckt Ich würde auch behaupten, dass das Schauen von Pornographie im jungen Alter mittlerweile als Standard angesehen wird

  • Vielen ist das Risiko halt auch nicht richtig bewusst oder der Gruppenzwang ist halt da

    Ich glaube, dass vielen Menschen die Folgen von Pornographie nicht bewusst sind. Kanye West hat in einem Interview soziale Medien (die sich mittlerweile ebenfalls mit Pornographie und Erotika füllen) und Pornographie als die "modernen Zigaretten" beschrieben. Pornographie ist mittlerweile für viele Menschen (darunter Jugendliche und Kinder) uneingeschränkt, kostenlos und zu jeder Zeit aufrufbar. Besonders gerade, während der Pandemie, haben viele Menschen jederzeit Zugriff auf Pornographie


    Im Gegensatz zu Zigaretten oder anderen Drogen kann das Schauen von Pornographie (oder später eventuell auch die Sucht) eher versteckt Ich würde auch behaupten, dass das Schauen von Pornographie im jungen Alter mittlerweile als Standard angesehen wird

    Ja, da Stimme ich dir vollkommen zu, vor allem für Jugendliche, die vorher noch keine Sexuellen Erfahrung hatten, ist dies eine sehr heikle Sache. Sie sehen immer nur in so Filmen Leute, die nicht verhüten und die Proportionen von Mann und Frau immer sehr überdurchschnittlich sind und sich dann wundern, warum der erste Partner dann Verhüten will und nicht die Proportionen hat wie in so Filmchen.

  • Sensei Jäger

    Hat das Thema geschlossen.