Verwendet ihr Keyseiten? 99
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Ja, regelmäßig. (22) 22%
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Ja, ab und zu. (50) 51%
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Nein (27) 27%
Servus Leute,
da öfter bei meinen Gesprächen auf dem MG-Teamspeak über das Thema "Erwerben von Videospielen auf Keyseiten" gesprochen wird, dachte ich mir, dass ich diese Diskussion hier mal im Forum stelle.
Ich werde hier hauptsächlich auf G2A eingehen, da diese die meiste internationale Aufmerksamkeit bekommen/haben.
Warum verwendet man einen Keyhändler?
Die einzigen Gründe warum man einen Keyhändler verwendet, ist das man Geld spart und/oder an unzensierte Versionen von Spielen kommt (z.B. Wolfenstein etc.)
Das Prinzip mit den Preisen ist ganz einfach, EIN BEISPIEL:
Overwatch kostet in Deutschland 60€ und in Russland 3553,6 Rubel (40€)
Die Keys werden in Russland gekauft, an G2A weiterverkauft und auf G2A billiger angeboten (z.B. 50€)
Warum sind Keyhänder trash?
Das Hauptproblem an Keyhändlern ist, dass diese die Möglichkeit bieten Geldwäsche zu betreiben (siehe unten).
Dadurch ist es möglich einen Gamekey zu erhalten, der z.B. über eine gestohlene Kreditkarte erworben wurde.
Dies verwenden sogar diverse Händler zu ihrem Vorteil indem sie dir "ihre Sicherheit" für zusätzliches Geld verkaufen (z.B. G2A PLUS)
Dort wird dir "versichert", dass du deinen Key von einer seriösen Quelle/Verkäufer erhälst.
Falls du den Key ohne diese "Versicherung" kaufst und der Key gestohlen ist, wird der Key deaktiviert und du bleibst auf den Kosten sitzen.
- Man ist im besitzt eine gestohlene Kreditkarte
- Man kauft in Massen Keys von diversen Seiten (Amazon, HumbleBundle, etc.)
- Man geht auf G2A und verkauft seine gestohlenen Keys weiter
- Man wird von G2A bezahlt und lässt dieses Geld wo anders hin transferieren (sauberes Geld)
- Wenn alles rauskommt macht man sich selbst mit dem Geld ganz schnell aus dem Staub
- Die Käufe die mit dieser Kreditkarte getätigt wurden, (siehe Punkt 2) müssen Rückgängig gemacht werden und schaden den Entwicklern
Historie von Negativereignissen bei G2A
2016: Tinybuild verliert 450K in Wert an Verkäufen
2017: Gearbox beendet ihre Kooperation mit G2A
2020: Die wundervollen Developer von "Factorio" liefern Beweise, bekommen $40K von G2A
Kleiner Fun-Fact: Es gibt keine "deutschen" Keyhändler
Zudem sollte man als Kunde auch bedenken, dass das Verkaufen von Spiele-Keys ohne Genehmigung des Urhebers in Deutschland durch ein Urteil des Landesgerichts Berlin seit März 2014 verboten ist.....
Deshalb und auch aus steuerrechtlichen Gründen sind die meisten Keyseller trotz deutscher Webseitennamen wie etwa Gameladen.com oder Online-gold.de in Hongkong angemeldet.
Ich möchte keinen verurteilen
Ich selbst habe ein paar mal Keyhänder verwendet, z.b. beim Erwerben einer OEM-Windowslizenz oder (damals) bei Farcry 3
Ich kann auch komplett nachvollziehen, dass man sich zum Beispiel als Minderjähriger der nicht Arbeitsbeschäftigt ist, versucht mit seinem Taschengeld Geld zu sparen. Ich kenne das nur all zu gut.
Ich möchte mit diesem Thema nur darstellen, dass diese Key-Reseller nicht so dufte sind und man sich dessen bewusst sein soll wenn man welche kauft.
In diesem Sinne: Lieber auf den nächsten (Steam)Sale warten